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Die Erfindung des Fahrrads beflügelte einst den Kampf der Frauen für Gleichberechtigung. Heute scheint diese erreicht: Frauen und Männer sind formal gleichgestellt. Trotzdem erlebt der Feminismus aktuell ein Comeback, mit dem Hashtag #ridelikeagirl ist er auch in der Mountainbike-Szene angekommen. Aber was wollen die neuen Feministinnen eigentlich? Und was können Frauen (und Männer) auf Mountainbikes davon noch lernen? Wir haben uns den neuen Feminismus genauer angeschaut und finden: eine ganze Menge.

Wären wir im 19. Jahrhundert aufgewachsen, hätten wir Radfahrerinnen es um einiges schwerer gehabt. Die ersten Frauen, die es wagten, durch die Straßen Berlins zu pedalieren, wurden beschimpft und verspottet. Unweiblich, unsittlich, geradezu gegen die Natur galt es, wenn Frauen sich einer so männlichen Aktivität zuwandten. „Pfui, wie gemein!“ gehörte noch zu den harmloseren Kommentaren, die sich zum Beispiel Amalie Rother während ihrer ersten Ausfahrten von schimpfenden und spuckenden Passanten anhören musste.

  Erschienen in: World of MTB Magazin 05/2017

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Journalism

Production Date

8. März 2017